Getrüffelte Blutwurst-Lauch-Quiche mit Dinkelvollkorn-Mürbeteig

Hallo Leute, mich gibt es tatsächlich noch. Ich habe nicht etwa aufgehört zu essen, nein. Das Bloggen liegt allerdings in der Erdbeer-Zeit zurück (also Frühling). Mich kann man demnach ruhig eine Gelegenheits-Bloggerin nennen - nicht willentlich, aber aus Notwendigkeit. Multitasking ist ja schon längst aus der Mode geraten und im Gegensatz dazu ist ein gesundes Einfordern der eigenen Bedürfnisse hoch im Kurs. Deshalb sitzt jetzt der kleine Mann zu meiner Linken und blättert in einem Kochbuch - eingeschnappt aber tonlos, notabene, sonst klappt das mit dem Schreiben ja nicht. Mutti fordert jetzt mal ein.


Im Ofen also die getrüffelte Blutwurst-Lauch-Quiche mit Dinkelvollkorn-Mürbeteig. Blutwurst? Und viele: "iiiiiiiiiii!". Ja die Vorurteile... Soll mal man aus der bekannten Konfortzone raus und es mal wagen überrascht zu werden? ABSOLUT JA! Mal abgesehen davon, geht das ganze Rezept auch ohne Blutwurst und Trüffel. Aber es ist ja wie im Leben: Immer das Gleiche oder mal was Neues? Ich überlass das Euch.

Zutaten für eine rechteckige Form 10x30cm
Zubereitungszeit: Schon so Einige, alles in Allem reserviert Euch 1 1/2 bis 2 Stunden - es lohnt sich aber...

Was wir für den Belag brauchen

  • 2 geputzte Lauchstangen, in feine Scheiben geschnitten
  • 4 mittelgrosse Champignons, halbiert und in feine Scheiben geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, gepresst
  • 2 Eier plus das Eiweiss, das vom Mürbeteig übrig bleibt
  • 1,5 dl Rahm
  • 120g Käsemischung für Käsewähe (alternativ eigene Käsemischung herstellen)
  • 1 kleine Blutwurst (150g), die Haut abgezogen, in dickere Scheiben schneiden
  • 4 EL Olivenöl, zum braten
  • 1 EL Trüffel-Olivenöl, um den Belag zu "parfümieren"
  • 1 KL Salz
  • Pfeffer
  • Wer will: Trüffel zum darüber hobeln
Als Erstes, bevor wir zur Herstellung des Mürbeteigs über gehen, machen wir Folgendes:

1. In einer Bratpfanne die 4 EL Olivenöl erhitzen, dann den Lauch, die Champignons und den gepressten Knoblauch bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten anbraten. Die Pfanne danach vom Herd nehmen und das ganze abkühlen lassen.



2. Danach...


Dinkelvollkorn-Mürbeteig:

  • 300g Dinkelvollkorn-Mehl
  • 180g Butter, kalt in Würfel geschnitten
  • 1 Eigelb
  • 1 KL Salz
  • 3-4 EL Eiswasser
Fasst den Teig so wenig wie möglich an. Am besten in der Küchenmaschine zuerst grob kneten und dann das Gekrümel (so sieht es nämlich aus) KURZ (!) mit den Händen kneten so dass eine kompakte Kugel geformt werden kann. Platt in eine Folie wickeln und für 10 Minuten in den Gefrierschrank.



Sobald der Mürbeteig im Gefrierschrank ist, die Form mit Butter einfetten und bereitstellen. Vorzugsweise verwendet man eine Form, bei der man den Boden nach oben heben kann.

Den Ofen bei Ober- und Unterhitze auf 180 Grad vorheizen.

Den Teig 3mm zwischen zwei Backpapiere auswallen. Ein Blatt abziehen, und mit Schwung umgekehrt auf die Quiche Form legen, so dann dass zweite Backpapier vorsichtig abziehen. Den Teig sachte in die Form drücken und die überschüssigen Ränder abschneiden. Den übrigen Teig zu einer flachen Kugel drücken und in einem Gefrierbeutel für eine nächste Quiche aufbewahren (kann am Vorabend in den Kühlschrank gelegt und nächstentags verarbeitet werden). Mit der Gabel einstechen, ein Backpapier auf die Innenfläche legen und mit Backlinsen beschweren (blindbacken nennt sich das). 



Die Form jetzt in die Mitte des vorgeheizten Ofens stellen und für 15 Minuten backen. Dann die Backlinsen und das Backpapier entfernen und für weitere 10 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und draussen abkühlen lassen.

3. Währenddessen den Quiche-Belag vorbereiten:

Die zwei Eier und das Eiweiss mit den 1,5 dl Rahm aufschlagen. Salzen und pfeffern, den 1 EL Trüffelöl dazu, den Käse sowie die abgekühlte Lauch-Champignon-Mischung unterheben.

Der vorgebackene Mürbeteigboden mit den Blutwurstscheiben belegen und den soeben gemischten Lauch-Belag darüber verteilen.





Wieder für ca. 35-40 Minuten in den 180 Grad heissen Ofen schieben und fertig backen. Danach aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen aber noch warm geniessen. Der Luxus, falls man noch frische Trüffel darüber hobelt oder raspelt!



Kommentare

Beliebte Posts