Freitag, 22. April 2016

Pasta mit Artischocken, Datterinitomaten, Fenchel und Bärlauch

Passiert Euch das im Moment auch: Die Sonne scheint, der Frühling springt uns mit all seinen schönen Seiten an und man will soviel wie nur möglich draussen sein (Zumindest bis das Thermometer nicht wieder um 10 Grad fällt und der Schnee an der Tür klopft). Am besten an einem Gartentischchen mit einem weissen Bordeaux und einer leckeren uns schnell zubereiteten Pasta. Ja? Eben, so ging es mir heute!



Zutaten für 2 Personen
Zubereitungszeit 20 Minuten

  • 1 Frühlingszwiebel
  • ca. 8 Datterini Tomaten (Cherry Tomaten tun es auch)
  • 8 kleine Artischocken (das sind die ganz kleinen, die gibt's frisch auf dem Markt, z.B. Bürkliplatz Zürich)
  • Das Herz 1 Fenchels (Kindsfaust gross)
  • 1/2 Bund Bärlauch
  • 1 dl Weisswein
  • Olivenöl
  • etwas Zucker
  • Salz
  • ca. 250g Pasta
  • 1 Stückchen Taleggio Käse
  • Zitronenwasser
Mise en Place:
  1. Die Frühlingszwiebel in feine Streifen hacken.
  2. Die Tomaten halbieren
  3. Bei den Artischocken soviel Blätter entfernen, dass es hellgrün wird. Den oberen violetten Teil abschneiden. Es bleibt max. ein baumnussgrosses Artischöckchen - dieses bis zum Schneiden ins Zitronenwasser geben. Wenn alle Artischöckchen bereit sind, diese achteln (also in acht Stücke schneiden) und wieder ins Zitronenwasser geben, sonst werden sie schwarz.
  4. Das Fenchelherz halbieren und in feine Streifen schneiden.
  5. Den Barlauch in Streifen schneiden.

Einen Topf mit Wasser erhitzen und für das Kochen der Pasta bereithalten.

In einer beschichteten Pfanne den Weisswein auf höchster Stufe einkochen, so dass nur noch zwei Esslöffel bleiben. Dann den Boden der Pfanne grosszügig mit Olivenöl bedecken.

Dann braten wir zuerst die Frühlingszwiebeln an, geben den Fenchel und die Artischocken (die wir vorher aus dem Zitronenwasser genommen  und abtropfen haben lassen) hinzu und als letztes die Tomaten. Rühren und reduzieren die Hitze etwas. Dann einen Deckel drauf und 3-4 Minuten so braten. Den Deckel heben, den Taleggio Käse in Stückchen geschnitten einrühren, den Herd abstellen, Deckel wieder drauf damit der Käse schmilzt und die Pasta al dente kochen.

Pasta abtropfen, die Artischocken-Datterinitomaten-usw-Sauce und den in Streifen geschnittenen Bärlauch dazugeben und hübsch anrichten.

Der Frühling kann kommen (und soll aber bitte auch bleiben)!


Freitag, 1. April 2016

Gerösteter Blumenkohl mit Petersiliensalsa, Pecorino, Granatapfelkernen und Pistazien

Roasted Cauliflower with Parsley Salsa, Pecorino cheese, Pomegranate seeds and Pistachios.

See english version at the bottom.

Eins vorweg: Dieses Rezept stammt aus einem Munchies Beitrag von Vice, das ich mir in Facebook gespeichert hatte. Wie es aber so oft bei mir ist, genau die Zutaten hatte ich nicht alle bei mir auf Vorrat. Also habe ich das Rezept abgewandelt, weshalb ich mir auch erlaube diese Variante auf diesem Blog zu posten. Dennoch möchte ich erwähnen, dass das Originalrezept von Anthony Rose von Fat Pasha in Toronto stammt - lasst Euch von den wunderbaren Videos inspirieren und  schaut mal in die Links rein. Das ist übrigens etwas vom tollsten beim Foodbloggen: Über seinen eigenen Nasenspitz hinweg schauen und nach tollen Leuten und Gerichten suchen, nach neuen Ideen und Geschmackserlebnissen - kucken was die Foodie Welt um einen so macht. Das ist mindestens so spannend wie das Kochen selbst!

Jedenfalls, dieser Blumenkohl ist gleichwohl ein Augen- wie auch Gaumenschmaus. Eine leckere fleischloses Gericht, das nicht nur Vegetarier Herzen höher schlagen lässt. Probiert es aus!



Zutaten für 2 Personen
Zubereitungszeit ca. 30 Minuten

  • 1 kleinen Blumenkohl
  • Salz und gemahlenen Pfeffer (habt ihr schon mal bengalischen Langpfeffer probiert?)
  • 1 KL Kreuzkümmelsamen
  • Olivenöl
  • 2-3 EL Crème Fraîche
  • frischen Pecorino
  • Granatapfelkerne von ca. 1/4 Granatapfel
  • 1 Handvoll gehackte Pistazien
  • 2 Büschel glatte Petersilie, sehr grob gehackt
Für die Petersiliensalsa
  • 1 Bund Petersilie, grob gehackt
  • ca. 1,5 dl Olivenöl
  • 2-3 EL kaltes Wasser
  • 3 Eiswürfel
  • 2 Knoblauchzehen, gepresst
  • 2 EL Tahina (Paste aus feingemahlenen Sesamkörnern)
  • je 1 Messerspitz Kreuzkümmel, Zimt und Piment d'Espelette (oder Chilipulver)
  • 1 KL Salz
  • 1 TL braunen Palmzucker

Alle Salsa Zutaten in einen hohen Behälter geben und mit dem Stabmixer pürieren. Zur Seite stellen.

Ofen auf 220 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Den Blumenkopf in einem Topf mit kochendem Salzwasser 2 Minuten garen. Dann herausheben, unten im Kreuz zweimal einschneiden (aber nicht durchschneiden, er muss ganz bleiben). Auf ein Backblech legen, mit Olivenöl beträufeln, salzen und Pfeffern. 



Für ca. 15-20 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Dann aus dem Ofen nehmen, mit einigen Löffeln Petersiliensalsa versehen, den Pecorino darüber hobeln, Pfeffern und danach für 2-4 Minuten unter den Ofengrill stellen.



Aus dem Ofen nehmen, einen Klacks Crème Fraîche in die Mitte geben, Petersilie, Granatapfelkerne und gehackte Pistazien darüber streuen.

Fertig ist die herrliche Farbkomposition!

English version:

One thing first: This recipe comes from a Munchies post of Vice, which I had stored in Facebook. However, I did not have exactly the needed ingredients so I just modified this recipe into a new one with the things I had on stock. which is why I also allow me to post it on this blog. Nevertheless, I would like to mention that the original recipe is from Anthony Rose from Fat Pasha Toronto - let yourself be inspired by the wonderful video and check the links out (they are above). Incidentally, this is something of the greatest in Food Blogging: Looking over his own nose pointed and seek for great people and recipes, for new ideas and taste experiences - sneak into the wonderful bunch of creativity of the Foodie Community. This is at least as exciting as cooking itself!

But back to this roasted cauliflower: it's 's mouth watering and simply gorgeous looking. A savory vegetarian dish that will delight not only vegetarians hearts. Check it out!

Ingredients for 2 people
Preparation time 30 minutes

  • 1 small cauliflower
  • Salt and ground black pepper (have you ever tried Bengali long pepper?)
  • 1 KL cumin seeds
  • olive oil
  • 2-3 tbsp crème fraîche
  • fresh Pecorino
  • Pomegranate seeds of approximately 1/4 pomegranate
  • 1 handful chopped pistachios
  • 2 bunches of parsley, very coarsely chopped


For the parsley salsa

  • 1 bunch parsley, roughly chopped
  • 1.5 dl olive oil
  • 2-3 tbsp cold water
  • 3 ice cubes
  • 2 cloves garlic, crushed,
  • 2 tablespoons tahini (paste made from finely ground sesame seeds)
  • each 1 meter Spitz cumin, cinnamon and Espelette pepper (or chili powder)
  • 1 KL salt
  • 1 tsp brown palm sugar


Combine all salsa ingredients in a large container and puree with a hand blender. Set aside.

Preheat oven to 220 degrees (top and bottom heat).

Cook the cauliflower in a pot of boiling salted water for 2 minutes. Then lift out and incise crosswise (but do not cut through, it must remain entire). Place on a baking sheet, drizzle with olive oil, add salt and ground pepper.

Bake for about 15-20 minutes on the middle rack. Then remove from the oven, add a few spoonfuls of parsley salsa on top, slice the pecorino cheese, add ground pepper and then put for 2-4 minutes under the oven grill.

Remove from the oven, give a crack crème fraîche in the center, sprinkle parsley, pomegranate seeds and chopped pistachios over it.

Ready is the beautiful color composition!

Sonntag, 6. März 2016

Pastéis de Nata

See english version at the bottom.

In letzter Zeit packt mich das Fernweh. Und da so ein Leben als Mami nicht gerade dazu verleitet, wann immer man möchte die Koffer zu packen, treibt mich die Neugierde in die Küche ausserhalb des Alltäglichen.

Das Fremde bereitet ja immer wieder Angst und Vorurteile - in der Küche zum Glück vermutlich am wenigsten. Da sind wir meist mutiger dem Neuen gegenüber und freuen uns über unerwartete Geschmackserlebnisse. Ich habe also mal wieder Zeit investiert und im Bereich vom Süssen recherchiert und bin in Lissabon gelandet.

Die Pastéis de Data sind nicht schwierig zuzubereiten. Nur etwas Zeit muss man schon mitbringen. Das lohnt sich dann auch - den Gästen hat es gestern sehr geschmeckt. Und mir heute umso mehr, da doch noch eins von zwölf übrig geblieben ist.



Zutaten für 12 Stück
Zubereitungszeit für die Crème ca. 30 Minuten, Zubereitungszeit für die Törtchen weitere 30 Minuten, Backzeit 15-20 Minuten

  • 1 Packung Blätterteig, rechteckig ausgewallt (42x26 cm, 320g - z.B. M-Budget von Migros, da sind zwei drin)
  • 1 dl Sahne
  • 4 dl Vollmilch 3,7% Fett
  • 180g Zucker
  • 2 Zitronenschalen Stücke
  • 1 Vanilleschote, ausgekratzt
  • 6 Eigelbe
  • 1 EL Maizena, aufgelöst in ein paar EL warme Milch
  • 1 Prise Salz
  • ca. 50g weiche Butter
  • 1 EL Puderzucker vermischt mit 1 TL Zimt
Die Milch und Sahne in einen Topf geben, bei mittlerer Hitze erhitzen, dann den Zucker dazugeben. Die Milch darf keinesfalls kochen, weil wir jetzt die Eier einzeln mit dem Schwingbesen bei langsamen und gleichmässigen Bewegungen einrühren. Ist das geschehen, geben wir das ausgekratzte Vanillemark, die Schote und die Zitronenschalen Stücke dazu. Anschliessend die aufgelöste Maizena und rühren immer schön weiter. Dabei achten wir, dass der Boden mit dem Schwingbesen nicht gekratzt wird - sonst haben wir nämlich möglicherweise braune Klümpchen drin und das wollen wir nicht. Die Creme fängt ab ca. 10 Minuten langsam an fest zu werden. Wir rühren so lange weiter, bis Blasen aufsteigen. Jetzt den Topf vom Herd nehmen und draussen abkühlen lassen.

Wenn man die Creme so stehen lässt, bildet sich eine Haut an der Oberfläche. Entweder, man nimmt diese vor der Weiterverarbeitung einfach weg oder man geht regelmässig zum Topf und rührt darin (so bildet sich erst gar keine).

Dann zur Herstellung der Törtchen. Als Form habe ich ein Muffinsblech benutzt. Einzelne Fröschen gehen natürlich ebenso.

Den Ofen auf 250 Grad vorheizen (Ober- und Unterhitze).

Wir rollen jetzt den Blätterteig auf und wallen ihn mit einem Wallholz noch etwas länger. 


Dann nehmen wir die Hälfte der weichen Butter und verteilen diese auf dem Blätterteig. 


Den Blätterteig anschliessend über die schmale Kante rollen. Die übrige Butter für das Einfetten verwenden. 12 Portionen mit Hilfe eines Massstabes markieren.


Dann die Portionen stückweise schneiden, flach drücken, ausfallen und in der Form mit den Fingern zurecht drücken. Dabei achten, dass keine Luftblasen gebildet werden.


Dann in die Förmchen die abgekühlte Creme verteilen - je 2/3 davon befüllen (die Creme reicht genau für 12 Stück).



Danach die Pastel für ca. 15 bis 20 Minuten in die Mitte des Ofens schieben.

Die Creme wird sich beim Backen wölben und danach beim Abkühlen wieder senken. Sie dürfen übrigens durchaus oben leicht verbrennen, das ist gut so und gehört dazu.

Wenn die Pastel fertig gebacken sind, aus dem Ofen nehmen, mit Zimt-Puderzucker bestäuben und für 2 Minuten unter die Grill-Funktion des Ofens schieben - oh wie duftet das herrlich!





Und dann steht dem Genuss gar nichts mehr im Wege - bom apetite!

English version:


Ingredients for 12 pieces
Preparation time for the cream approximately 30 minutes preparation time for the tart for 30 minutes, cooking time 15-20 minutes
  • 1 package puff pastry, rolled out rectangular (42x26 cm, 320g - as M-Budget of Migros, there are two inside)
  • 1 dl cream
  • 4 dl whole milk 3.7% fat
  • 180g sugar
  • 2 pieces of lemon peel
  • 1 vanilla bean, scraped out
  • 6 egg yolks
  • 1 tablespoon cornstarch dissolved in a few tablespoons of warm milk
  • 1 pinch of salt
  • 50g butter, softened
1 tablespoon powdered sugar mixed with 1 teaspoon cinnamon
Pour the milk and cream in a saucepan, heat over medium heat, then add sugar and salt. Absolutely don't boil the milk, because now we stir in the eggs one by one with a whisk at slow and uniform movements. Once this is done, we give to the scraped vanilla pod, the pod and the lemon peel pieces in. Subsequently, the dissolved cornstarch and continue stirring always nicely. Pay attention to not scratch the floor of the pan with the whisk - otherwise you will have brown lumps in it and we don't want that. The cream starts to look fine from about 10 minutes. We stir so long until bubbles will ascend. Now take the pan off the heat and allow to cool down.

To avoid a skin on the surface you will regularly stir the creme while cooling down (all 5 minutes is fine). Or you just remove the skin at the end.

Then prepare the tarts. I used a muffin tin. Individual frogs naturally go well too.

Preheat the oven to 250 degrees (top and bottom heat).

Now open the puff pastry package and roll out the pastry with a rolling pin a little longer.

Then we take half of the softened butter and spread this on the pastry.

Then roll up the pastry over the narrow edge again. Use the remaining butter to grease the tins. Mark on the pastry roll 12 portions by using a measuring scale. Then cut the portions piecemeal, flatten, turn and push in the shape with your fingers. Ensure that no air bubbles are formed.

Then spread in the molds, the cooled cream - each 2/3 of filling (the cream is enough for exactly 12 pieces).

Then push the Pastel for about 15 to 20 minutes in the middle of the oven.

The cream will bulge when baking and reduce then again when cooled. They will also look a bit burned on top, but that's okay and is part of the "look".

When the Pastel are fully baked, remove from oven, sprinkle with cinnamon icing sugar and slide for 2 minutes under the grill function of the oven - oh how does that smell gloriously!

And then enjoy - bom apetite!

Sonntag, 7. Februar 2016

Gefülltes Maispoularden Brüstchen

Erst einmal: Hurra, der Umzug ist über die Bühne - eine RIESENERLEICHTERUNG!

Jetzt warten so einige Neuerungen, Neuanfänge und Herausforderungen auf uns, Chancen, Ängste und mehr. Die wohl wichtigste davon: Mein kleiner Mann wird jetzt bald in die Schule für Sehbehinderte gehen. Nach den Erfahrungen, die wir über die letzten Jahre verteilt mit der sogenannten Integration und der Schule Küsnacht machen durften, den für den Moment richtigsten Entscheid. Was danach kommen wird, werden wir ja sehen.

Ich habe in letzter Zeit viel gegrübelt und reflektiert. Über richtig und falsch. Über Pläne und Wünsche. Im Grossen und Kleinen. Über umsetzen, durchsetzen, zurückstellen und vergessen. Über Kraft finden, sammeln und verschwenden. 

Ich bin auf keinen Entschluss gekommen, das wär ja sonst zu einfach mit dem Leben. Aber ich weiss, dass sich treu zu bleiben ein grosses Mass an Standhaftigkeit voraussetzt. Stand - Haft. Position zu beziehen und mit sich selbst da bleiben, wo man denkt dass es mit der eigenen Haltung richtig ist. Mit der Zeit fängt man an zu meinen, dass man an Altem oder Unmöglichem festhält. Doch weit gefehlt, das Herz weiss schon wohin es will. Eben bloss meist auf Umwegen.



Jetzt aber zum Kulinarischen. Gestern kam Karine <3 es wurde gekocht! Das Original Rezept stammt von Gusto Sano und wurde in meiner Küche zu unterstehendem Rezept umgewandelt. Diese Brüstchen zeichnen sich insbesondere deshalb aus, weil die Ricotta sie saftig und zart erhält und die Kombi der Füllung überaus schmackhaft ist.

Zutaten für 4 Personen:
Zubereitungszeit ca. 20 Minuten, Backzeit im Ofen 20 Minuten

  • 4 Maispoularden Brüstchen (z.B. zu beziehen bei Globus oder bei einem guten Metzger)
  • 8 Speckstreifen
  • 15g getrocknete Tomaten (das sind 2 bis 3 Stück)
  • 100g Friarielli, auch Cimette di Rapa genannt (findet man z.B.
    beim Türken, auf dem Bürkliplatz Märt oder bei grösseren Coop und Migros Filialen), dicke Stiele wegschneiden, sehr grob schneiden (siehe Bild)
  • 1 EL Olivenöl
  • etwas Butter
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • 1 kleine Schalotte, gehackt
  • 120g Ricotta
  • Salz und Pfeffer
  • benötigt werden zudem 4 Zahnstocher
Als Beilage gibt es bei mir einen einfachen Risotto.

In Bezug auf "Wo bekomme ich diese Zutaten?" geht Ihr zu diesem Türken. Sowohl Friarielli als auch die qualitativ hochstehende Ricotta habe ich dort in Zürich Altstetten gekauft.

Doch jetzt zur Zubereitung:

Die Friarielli für 3 Minuten in kochendem und gesalzenem Wasser blanchieren. Aus dem Wasser heben und etwas abkühlen lassen. Vor der Weiterverwendung das Wasser gut aus dem Gemüse drücken.

Währenddessen das Olivenöl in einer Bratpfanne erhitzen, Schalotte und Knoblauch anschwitzen, die gehackten und getrockneten Tomaten dazugeben und zuletzt die blanchierten Friarielli. Bei mittlerer Hitze ca. 3 Minuten anbraten, dann vom Herd nehmen und die Ricotta dazugeben - gut mischen. Pfeffern und falls nötig salzen (Achtung, die getrockneten Tomaten geben ja auch Salz ab).


Dann die Maispoularden Brüstchen trockentupfen und mit einem Messer wie im Bild unten eine "Tasche" zum Befüllen einschneiden.
Die gefüllten Brüstchen mit dem Zahnstocher verschliessen und mit je  zwei Speckstreifen umwickeln.

Den Ofen auf 200 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

In einer Bratpfanne die Butter schmelzen und die fertigen Brüstchen beidseitig kurz anbraten. Das sieht dann so aus:

Die angebratenen Mailpoularden Brüstchen anschliessend auf ein mit Backpapier ausgelegten Backblech legen. Für 20 Minuten in die Mitte des vorgeheizten Ofens schieben.

In der Zwischenzeit die Beilage zubereiten.

Und im Anschluss mit viel Freude geniessen - Buon Appetito!

Dienstag, 5. Januar 2016

Dreikönigskuchen



Ja, morgen ist es wieder soweit. Tradition!

Kaufen oder backen... für einmal selbstgemacht statt gekauft. Und zwar in jedem Brötchen mit König!

Pia von meinem Geschäft sagte heute "Das ist nicht wettbewerbsfähig - das Leben ist kein Ponyhof". Sie hat Recht. Aber das Leben hat uns genug Gelegenheiten geboten dies zu spüren zu bekommen. Egal, morgen gibt's für alle eine Krone... ! Und fuck Ponyhof :))

Zutaten für 1 Dreikönigskuchen
Zubereitungszeit 20 Minuten plus 60 Minuten zum aufgehen, Backzeit ca. 35-40 Minuten
  • 500g Mehl
  • 1,5 TL Salz
  • 4 EL Zucker
  • 1 Päckchen Trockenhefe mit 1 TL Zucker in 50ml lauwarmem Wasser auflösen
  • 1 TL Backpulver
  • 50g Butter
  • 1 TL Zitronenpaste (alternativ die Schale 1 abgeriebenen Zitrone)
  • 3 EL "Wiiberii" (Sultaninen)
  • 2 dl Milch
  • 1 Ei, getrennt
  • 1 Handvoll Mandelblättchen
zudem
  • 8 "Könige" (einer für jedes Brötchen)
  • Kronen (je nach Anzahl "Anwärter")
Trockenhefe in 50 ml lauwarmem Wasser und dem 1 TL Zucker als erstes in einer Tasse auflösen - bis es schäumt.

Die "Wiiberii" (Sultaninen) in einer Tasse mit lauwarmem Wasser bedecken und weich werden lassen.

Mehl, Salz, Backpulver, Eiweiss und Zitronenpaste in eine Topf geben.

Butter schmelzen und danach Milch dazugeben.

Dann Butter-Milch-Mischung zur Mehl-Salz-Backpulver-Eiweiss-Zitronenpasten-Mischung geben und die Trockenhefe-Flüssigkeit dazu. Kneten. Als Letztes die Sultaninen abtropfen lassen und dazu geben - kneten.

Teig zugedeckt 1 Stunde gehen lassen.

Ofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Den Teig erneut durchkneten und 8 Kugeln à 80g formen - in jede 1 König reinstecken. Mit dem restlichen Teig die mittlere, grosse Kugel formen. Wie unten angezeigt auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech anordnen - erneut 20 Minuten aufgehen lassen.



Mit Eigelb bestreichen und Mandelblättchen versehen.




Dann für 20 Minuten auf mittlerer Stufe backen.

Danach mit Alufolie abdecken, eine Stufe tiefer stellen und für weitere 15 Minuten backen.

Fertig ist der Dreikönigskuchen - ich wünsche viel Spass beim entdecken der vielen Könige und höre jetzt schon das Lachen :) !

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Süsskartoffel Gnocchi auf einem Wirzbeet mit Saucisson de Vully

English text see at the bottom.

Das ist ein Gericht, das einen schönen Wintertag nicht besser zum Abschluss bringen könnte. Die Geschmacksnoten harmonieren fabelhaft zueinander und sind eine echte Überraschung!

Und da heute auch schon die grosse Sause ins 2016 ansteht, ist dies ein schmackhaftes und deftiges Gericht um für den vielen Champagner einen Boden zu schaffen...

Ich wünsche allen von Herzen ein frohes neues Jahr!






Zutaten für 4 Personen:
Zubereitungszeit alles in allem ca. 1 Stunde


  • ca. 700g Süsskartoffeln (bei mir waren es 3 Stück)
  • 350g Weizendunst (Mehl geht im Notfall auch)
  • 50g geriebener Parmesan
  • 3 Zweige Thymian, abgezupft plus 4 Zweige zur Deko
  • 2 Saucisson de Vully
  • 150g Wirz
  • Butter, insgesamt ca. 125g
  • 1 Salbeiblatt
  • 1 KL Schwarzkümmel
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung der Gnocchi:

Die Süsskartoffeln 20 Minuten kochen dann schälen und in 1cm dicke Scheiben schneiden. Diese Scheiben auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und für 20 Minuten in den auf 180 Grad vorgeheizten Ofen in die Mitte schieben (Umluft).




Danach die Süsskartoffeln pürieren und mit den 350 Gramm Weizendunst  und dem Parmesan zu einem glatten Teig kneten. Sollte der Teig zu klebrig sein einfach mehr Weizendunst (oder eben Mehl) dazu kneten.

Danach die Gnocchi formen (siehe älterer Post "Cavatielli della Nonna").


Zubereitung:

Den Wirz putzen und in 2cm Streifen schneiden. Wasser in einem Topf zum kochen bringen, salzen und den Wirz für 3 Minuten blanchieren. Danach aus dem Wasser heben und warm halten (aber nicht weiter kochen, er soll etwas knackig bleiben).




In einem kleinen Topf die Butter mit dem Schwarzkümmel, dem Thymian und dem Salbeiblatt schmelzen und ziehen lassen.

Teller im Ofen oder in der Mikrowelle vorwärmen

Den Saucisson in Scheiben schneiden und in einer beschichteten Pfanne beidseitig kross anbraten.

Währenddessen die Gnocchi in sehr heissem aber NICHT kochendem Wasser ca. 6 Minuten gar kochen. Wenn Sie gut sind, kommen diese an die Wasseroberfläche.

Anrichten:

etwas Wirz, dann die Gnocchi darüber, dann die geschmolzene Butter darüber träufeln und zuletzt die Saucisson Scheiben darauf legen. Mit einem Thymian Zweig garnieren.

English Text:

This is a dish, which could not be better to completing a beautiful winter day. The flavors harmonize with each other and are fabulous - a real surprise!

And since today we get ready to leave the old year behind us, this is a tasty and hearty recipe is perfect to get a good base for the huge amount of champagne glasses we will rise up tonight ...

I wish all of you a Happy New Year!

Ingredients for 4:
Preparation time all in all about 1 hour


  • 700g sweet potatoes (in my case there were 3 pieces)
  • 350g wheat Dunst (flour goes in an emergency)
  • 50g grated parmesan
  • 3 sprigs of thyme, plucked plus 4 sprigs for decoration
  • 2 saucisson de Vully (typical Swiss sausage from Vaud)
  • 150g cabbage
  • Butter, total approx 125g
  • 1 sage leaf
  • 1/2 tea spoon of black cumin
  • salt and pepper


Preparation of gnocchi:

Cook the sweet potatoes for 20 minutes in hot water then peel and cut into 1cm thick slices.  Place them on a plate lined with baking paper and bake for 20 minutes in the preheated oven at 180 degrees  (convection).

Then mash the sweet potatoes and knead with the 350 grams of wheat mist and the parmesan to a smooth dough. If the dough is too sticky add simply more wheat haze (or as mentionned flour).

Shape the gnocchi (see older post "Cavatielli della Nonna").


Preparation:

Wash the cabbage then  cut into 2cm strips. Bring water to boil in a pot, add salt and blanch the cabbage for 3 minutes. Then lift out of the water and keep warm (but do not cook anymore, it should remain slightly crunchy).

Melt the butter in a small saucepan together with the black cumin, thyme and sage leaf.

Preheat dish in the oven or in the microwave.

Cut the sausage into slices and fry in a nonstick pan on both sides until crispy.

Meanwhile, cook the gnocchi in very hot but not boiling water for about 6 minutes. When they are ready, they come to the surface.

To serve:

Place some cabbage in a hot plate, then add the gnocchi, sprinkle with the melted butter and add the sausage slices on top. Garnish with a sprig of thyme.

Samstag, 28. November 2015

Easy Apfel Tartes

English text see at the bottom.

Wie im Chicken Wings Post erwähnt, habe ich die halbe Backzeit der Kartoffeln für diese einfachen Apfel Tartes genutzt.




Zutaten für 4 Stück
Backzeit 20 Minuten

  • 2 Äpfel, geschält
  • 10cm von einer rechteckigen Blätterteigrolle
  • 1 Zitrone
  • 2 EL Rhum
  • 1 EL Zucker
  • 1 Eigelb
Äpfel halbieren und längs einschneiden (nicht durchschneiden). Mit Zitronensaft einreiben. Dann den Rhum mit Zucker mischen und die Äpfelhälften darin wenden.

4 Teig Quadrate aus dem Blätterteigstreifen schneiden und mit Eigelb bepinseln.

Backblech mit Backpapier auslegen, die Äpfel auf die Teigquadrate legen, darauf verteilen und für 20 Minuten auf zweitunterster Stufe bei 180 Grad Umluft backen.

English Text:

As mentioned in the Chicken Wings Post, I used half of the baking time of the potatoes for this simple apple tarts.


Serves 4 pieces
baking time 20 minutes
  • 2 apples, peeled
  • 10cm of a rectangular puff pastry roll
  • 1 lemon, juice
  • 2 tablespoons rum
  • 1 tablespoon sugar
  • 1 egg yolk
Carve the apples lengthwise (do not cut). Rub with lemon juice. Then mix the rum with sugar and turn the apples halves therein.

Cut 4 pastry squares of puff pastry strips and brush with egg yolk.

Line a baking sheet with parchment paper, place the apples on the dough, distribute on the sheet and bake for 20 minutes on the second lowest level at 180 degrees convection.